Kurze Weihnachtsgedichte

Zur Anregung werden hier ein paar kurze Liebesgedichte zu Weihnachten vorgestellt.

Der Heilige Abend und die darauf folgenden Feiertage sind auch eine Zeit der Gedichte und des gemeinsamen Singens. Auch heutzutage werden im trauten Kreis der Familie noch Weihnachtslieder gesungen und Gedichte vorgetragen. Doch festliche Reime haben in diesen Tagen auch aus anderen Gründen Hochkonjunktur. Man denke alleine an all die Geschenke mit beilegenden Widmungen und an die vielen Glückwunschkarten. Vor allem wenn sich Liebespaare gegenseitig etwas schenken, entfalten lyrische Worte eine ganz besondere Wirkung. Dabei muss es nicht gleich die selbst geschriebene Ode epischer Länge sein. Kurze Liebesreime können einer Karte oder einem Brief das herausragende festliche I-Tüpfelchen verleihen - und vielleicht auch das Herz des geliebten Menschen ein wenig höher springen lassen.

Weihnachtsgedichte

Weihnacht ist nicht jeden Tag,

doch jeden Tag leuchtet dein Stern,

weil ich dich unendlich mag,

an Weihnachten besonders gern.

Weil übers Jahr du mir viel gibst,

mich grenzenlos und innig liebst,

drum schenke ich dir diese Gaben,

sollst lange Freude daran haben.

All die schönen Gaben, all die schönen Geschenke,

die will ich gar nicht haben, du weißt, wie ich so denke,

denn alle Gaben auf der Erde, die können leider nicht

die Liebe kaufen, die mir jetzt aus deinen Augen spricht.

Ich freu' mich wie ein kleines Kind auf unser Weihnachtsfest,

weil wir endlich beisammen sind, uns nichts auf Erden trennt,

ich freu' mich wie ein kleines Kind auf den Baum und den Rest,

weil eine Freude wie die heut' man nur zur Weihnacht kennt.

Weihnachten, das sei uns heilig, jetzt ist Schluss mit all dem Eilig,

Stille Nacht, das heißt doch Singen, Lieder sollen hell erklingen,

Weihnachten heißt auch vergeben, allzu kurz ist unser Leben,

Weihnachten ist helles Licht, und dieses spricht: Ich liebe dich!

Des Menschen Leben kennt den Schmerz, noch vor dem Paradies,

die Menschen kennen auch den Scherz, der macht das Leben süß,

und du kennst mich, ich kenne dich, wir sind füreinander gemacht,

sehr lange schon, nicht erst seit dieser stillen heiligen Nacht.

Leise gehen all die Jahre, leise kommt das Fest

immer wieder all die Jahre, das uns danken lässt,

danken für die große Liebe, Dank auch für die Sorgen,

wenn das Kind geboren ist, gibt's für uns ein Morgen.

Alle Jahre wieder, unter dem Baum aufs Neue,

knien du und ich hernieder und schwören uns die Treue,

Gott gibt uns seinen Segen, wenn Ihm ein Lied erschallt,

warn einst wir jung, verwegen, nun langsam grau und alt.

Alte Liebe blüht besonders hell unterm Weihnachtsbaum,

gerne würde ich mich mit dir stets aufs Neue traun,

die schönste Zeit ist jetzt, im ach so kalten Winter,

im trauten Kreise der Familie samt der Enkelkinder.

Bescherung ist schon lang vorbei, die Kinder sind gegangen,

wir sinnen noch ein wenig nach, wie all das angefangen,

schon dreißig Jahre du und ich sind wie im Flug vergangen,

Zu Weihnachten, vor dreißig Jahren hat's mit uns angefangen.

Wenn am Baume all die Kerzen deine Hand entzündet,

und der Engel in der Höh' den Menschensohn verkündet,

dann wird mir warm, mir wird so leicht, ich nehme deine Hand,

noch niemals hat jemand so zärtlich meinen Namen genannt.

Den ganzen lieben langen Tag hab' ich gebacken und gekocht,

und nun entzündet deine Hand der roten Kerzen Docht,

so festlich ist es und so still, wie niemals noch zuvor,

für dich und mich erklingt ganz leis der Engel süßer Chor.

Du hast meine Hand gehalten über all die Jahr'

und hast nie los gelassen, das find' ich wunderbar,

Heute ist Weihnacht, wo dem Jesuskinde man gedenkt,

du hältst mir immer noch die Hand, das ist mein schönstes Geschenk.

Alle Schatten meines Lebens brennt er weg, der Kerzenschein,

niemals hoffte ich vergebens, nie ließest du mich allein.

Nimm die Gaben meines Herzens, da liegen sie unter dem Baum,

nicht nur zu Weihnacht, alle Tage, erfüllst du mir des Lebens Traum.

Wenn die Glocken in der Ferne leise die Geburt verkünden,

und so jedem Menschen erlassen wurden alle seine Sünden,

so will ich auch dir vergeben, Weihnacht ist in meinem Herzen,

alles Böse sei vergessen und es bleibt kein Platz für Schmerzen.

Bitte kaufe mir keine Geschenke, ich brauche kein Silber, kein Gold,

du sollst nur ein wenig an mich denken, das ist alles, was ich gewollt.

Bitte kauf mir nicht Schmuck und nicht Seide, bitte schenke mir nur deine Zeit,

damit ich am Kummer nicht leide, nicht jetzt zu der Weihnachtszeit.

Ich wünsch mir für die Heilige Nacht,

kein Gold und kein Geschmeide

egal, was Du mir mitgebracht

Hauptsache ist, es gibt uns beide.

Was kauf' ich meinem Augenstern?

Bestimmt 'nen schönen Weihnachtsstern!

Die roten Blätter sagen Dir:

"Ich liebe Dich, bleib' immer hier!"