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Für alle Zeit

Ich möchte schweben über dunkle Wälder

graue Wiesen, brennende Felder.

Für mich und sonst nur für dich.

In einem Raum zwischen den Räumen

treffen wir uns in unseren Träumen.

Allein!

Wo bleibt der junge Wein?

Ich möchte sein wie jeder andere,

wenn ich aus den Lüften

am Boden lande.

Für dich.

Ich glaub' ich liebe dich.

In einer Zeit zwischen den Zeiten

lassen wir uns vom Tod begleiten.

Fliegen mit ihm durch die Dunkelheit.

Erleben mit ihm Glück und Leid.

Bereit!

Für jetzt und alle Zeit.

Ich will nur sein wie jeder andere,

wenn ich mich halte am bebenden Rande

der Welt,

was sich wie folgt verhält:

Auf meiner Stirn ist ein Schattenzeichen,

das mich nicht lässt den Anderen gleichen.

Stille Begierden in meinem Herzen

entfachen diese kalten Schmerzen.

Und doch

hoffe ich noch.

Auf die Erlösung von der Dunkelheit.

Auf die Befreiung von Raum und Zeit.

Auf die Liebe, die dem Wasser gleicht.

Auf die Schlange, die ihr Ziel erreicht.

Die Kräfte dann zu kontrollieren.

Als Sohn des Zeus auf der Erde agieren.

Inhaltlich wie:

Den Kelch zu ehren.

Erlösung für die Welt zu begehren.

Zu bringen den Menschen das Licht.

Die neue Zeit, die neue Sicht.

Und nicht:

das Jüngste Gericht.

Dann will ich sein wie jeder andere.

Wie jeder Mensch in jedem Lande.

Mit dir, mein Stern allein mit dir.

Falls meine Gedanken nun anmaßend waren,

wie sie es sind seit vielen Jahren,

wenn Luft und Feuer über Felder brennen,

werde ich mich stets zu dir bekennen.

Zurück zu dir.

Mein Stern verzeihe mir.

Wie verhalten sich Liebe und Ego, Menschlichkeit und Größenwahn zueinander? Dieses Gedicht versucht, eine Brücke über diese gegensätzlichen aber doch vereinbaren Werte zu schlagen.

Der Verfasser dieses Gedichtes wird von Wünschen und Zielen geleitet, die nicht in die normale Welt der Menschen passen. Er ist sich dessen bewusst, sieht aber keine Alternative. Er kann eben nicht ein Anderer sein, so wie all die Menschen um ihn herum. Ihm bleibt nichts anderes übrig, als die Frau, die er liebt, in die unerreichbare Ferne zu rücken. Das Prinzip der Weiblichkeit in ihr betet er von der Distanz aus an. Diesen Zustand will es zumindest so lange beibehalten, bis er Fortschritte bei jenen Aktivitäten erzielt hat, denen er sich einst verschrieb. Doch diese sind wahrscheinlich viel zu groß für ihn.

Offensichtlich wird der Dichter trotz allem von dem Wunsch begleitet, einfach ein normaler Mensch zu sein. Ihm ist klar, dass seine Liebe wahrscheinlich genau das von ihm möchte und nur bedingt Interesse an einen düsteren Magier mit einem Schattenzeichen auf der Stirn hat. Deshalb befindet er sich in diesem Konflikt aus seinen als hoch eingestuften Idealen, egoistischen Zielen und einer Liebe, die er bereits auf Erden erreichen könnte, obwohl er das eigentlich erst im Himmel wirklich möchte.